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10 Jahre Quinoa-Schule – 10 Jahre Bildungsgerechtigkeit

8. Februar 2024

Der Bildungserfolg junger Menschen hängt in Deutschland noch immer stark vom soziökonomi-schen Status der Eltern ab. Die Quinoa-Schule im Berliner Wedding beweist, dass es anders geht. Dieses Jahr feiert sie ihr 10-jähriges Bestehen. Und sie hat viel vor! 

 

August 2014: Die Quinoa-Schule geht als erste Privatschule für sozial benachteiligte Jugendliche an den Start. 24 Schüler:innen beziehen ihren Klassenraum in einer Büroetage an der Osloer Straße. 19 kommen aus Familien, in denen zu Hause kein Deutsch gesprochen wird, 21 erhalten Transferleistungen. 

 

Zehn Jahre später ist aus dem Klassenraum längst ein ganzes Schulgebäude im Soldiner Kiez geworden. 170 Schüler:innen der Klassen 7 bis 10 lernen inzwischen hier. Noch immer kommen die meisten von ihnen aus einem soziökonomisch benachteiligten Umfeld. Sieben Abschlussjahrgänge hat das Schulteam bereits verabschiedet – mit großartigen Ergebnissen.  Die Abschlussquote lag in den letzten fünf Jahren (2019 bis 2023) zwischen 92 und 100 Prozent und damit höher als an vergleichbaren Schulen in Berlin-Mitte: der Beweis, dass echte Chancengerechtigkeit in der Bildung gelingen kann. Das multiprofessionelle Quinoa-Team setzt dabei auf intensive Beziehungsarbeit, Potenzialentfaltung und Zukunftsausrichtung. „Wir zeigen den Schüler:innen, dass sie uns wichtig sind und wir fest an ihren Erfolg glauben“, sagt Schulleiter Pantelis Pavlakidis.  

 

Nicht nur das besondere Schulkonzept und außergewöhnliche Engagement des Quinoa-Teams machen den Erfolg aus. Ohne private Spenden und Zuwendungen von Stiftungen wäre das alles nicht möglich. Die staatlichen Zuschüsse decken längst nicht die Kosten des Schulbetriebs. Einen Ausgleich für die Schüler:innen, deren Eltern von Sozialleistungen leben, bekommt die Quinoa-Schule nicht. Und das sind immerhin etwa 80 Prozent. „Wir haben viele Unterstützer:innen an unserer Seite, die unsere Vision der chancengerechten Bildung teilen und an uns glauben“, betont Hendrikje Lorenz, Geschäftsführerin vom Schulträger Quinoa Bildung gGmbH.   

Auch im Ruhrgebiet glaubt man an das Quinoa-Bildungskonzept. Seit August 2022 gibt es dort in Herne eine zweite Quinoa-Schule. Das Projekt, das 2014 in Berlin begann, schafft nun auch in NRW Zukunftsperspektiven.   

 

Das Jubiläumsjahr wird für das Team der Quinoa-Schule aufregend, zupackend und einzigartig: „Wir werden uns vergrößern, verschönern und unser Angebot für unsere Schüler:innen erweitern“, so Lorenz. „Gemeinsam mit drei Partnerunternehmen setzen wir unser Projekt Bauhütte um. Wir werden unseren Schulhof als berufsorientierendes Angebot mit der gesamten Schulgemeinschaft umgestalten. Das wird eine tolle gemeinschaftsstärkende Aktion. Alle bestimmen mit, alle machen mit.“ Ebenfalls geplant ist die Anmietung neuer Räume im Nachbargebäude. „Wir freuen uns sehr darauf, hier vor allem berufsorientierende Inhalte vermitteln zu können, z.B. in einer Lernwerkstatt, einem Makerspace und einer Lehrküche“, erläutert Pavlakidis. 

 

Den Höhepunkt dieses besonderen Jahres bildet ein großes Jubiläumsfest am 27. September 2024.  Die Schulgemeinschaft freut sich darauf, ihren Gästen einen lebendigen und spannenden Einblick in die Quinoa-Welt zu geben. 

 

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Die Quinoa-Schule wurde 2014 als Sekundarschule in freier Trägerschaft gegründet. Trägerin der Quinoa-Schule ist die Quinoa Bildung gGmbH. Das Ziel von Quinoa Bildung ist es, dass alle Jugendlichen in Deutschland ungeachtet ihrer sozialen Herkunft die Chance auf einen Schulabschluss und -anschluss erhalten. Derzeit lernen 170 Schüler:innen an der Quinoa-Schule, die zu einem großen Teil durch Spenden finanziert wird.  

 

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Pressekontakt 

Quinoa Bildung gGmbH, Simone Warias 

presse@quinoa-bildung.de / Tel. 030-983 2241-02